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Alexanderplatz Bunker

In den goldenen Zwanzigern war dieser Platz neben dem Potsdamer Platz der Inbegriff der lebhaft pulsierenden Weltstadt Berlin. Sein Gesicht änderte sich von Tag zu Tag. Dies wird nicht nur in Alfred Döblins Roman “Berlin Alexanderplatz” beschrieben, sondern es gilt auch für die heutige Zeit.

Der Platz ist geprägt durch zwei Gebäude des Bauhaus-Architekten Peter Behrends. Ursprünglich sollte noch ein drittes Gebäude den Platz säumen, dessen gigantisches Betonfundament von zwei U-Bahnlinien durchzogen wurde. Das Bauvorhaben wurde jedoch von den Nazis, die Bauhaus als “entartet” ansahen, gestoppt. Die Kelleranlagen dieses Gebäudes gibt es noch heute.

Im 2. Weltkrieg bot der dort eingebaute Bunker tausenden Berlinern Schutz vor den Bomben der Alliierten. Hier spielten sich durch Überbelegung schreckliche Szenen ab, denn die Lüftung war nicht für eine 3-5 fache Zahl von Schutzsuchenden konzipiert worden. In einem Fall musste der Bunker während eines Luftangriffs deshalb evakuiert werden, so dass die Menschen schutzlos in den Bombenhagel geschickt wurden.

Die DDR-Regierung machte sich ebenfalls das Bauwerk zu Nutze und gestaltete zwei der drei Etagen gänzlich um.

Durch die aktuellen Entwicklungen erfüllt dieses Bauwerk doch noch seinen ursprünglichen Zweck, da es nun endlich Fundament eines neuen Bauwerkes ist.